Naturstein sanieren statt vorschnell austauschen
Schleifen, Polieren und Instandsetzen erhalten wertvolle Substanz und vermeiden unnötigen Materialverbrauch.
Substanz verstehen. Oberfläche gezielt behandeln.
Eine fachgerechte Sanierung gleicht Verschleiß aus, reduziert Kratzer und stellt ein harmonisches Oberflächenbild her. Verfahren und Körnungsfolge werden exakt an Material und gewünschten Glanzgrad angepasst.
Schleifen
Planmäßige Bearbeitung reduziert Kratzer, Überzähne und matte Laufzonen.
Polieren
Die mineralische Oberfläche erhält durch abgestufte Bearbeitung ihren passenden Glanz zurück.
Ausbessern
Fehlstellen und Fugen werden farblich und technisch möglichst passend instandgesetzt.
So gehen wir vor
Bestandsaufnahme
Wir bestimmen Material, Oberflächenaufbau, Nutzung und Schadensursache.
Probefläche
An einer kleinen Stelle werden Verfahren und gewünschter Glanzgrad abgestimmt.
Fachgerechte Bearbeitung
Reinigung, Schleifen oder Schutz erfolgen material- und objektbezogen.
Pflegeplan
Sie erhalten verständliche Hinweise für die dauerhafte Werterhaltung.
Häufige Fragen
Entsteht viel Staub?
Moderne Nassschleifverfahren binden den Schleifabrieb. Arbeitsbereiche werden zusätzlich geschützt und sauber übergeben.
Kann nur eine Teilfläche bearbeitet werden?
Das ist möglich, wenn Übergänge optisch sinnvoll herstellbar sind. Eine Probefläche zeigt, ob die Angleichung gelingt.
Ist Sanieren nachhaltiger als Neuverlegen?
Oft ja, weil vorhandene Substanz genutzt und Ausbau, Transport sowie neues Material vermieden werden.
Ihre Oberfläche verdient eine klare Diagnose
Schicken Sie uns Fotos und Eckdaten. Wir melden uns mit einer realistischen Einschätzung.
Passende Themen
Woran Sie erkennen, dass Reinigen nicht mehr reicht
Die Grenze zwischen Reinigung und Sanierung verläuft an der Oberfläche selbst: Solange der Schmutz obenauf sitzt, ist es eine Reinigungsfrage. Ist der Stein zerkratzt, ausgetreten oder geätzt, liegt der Schaden im Material — und lässt sich nur durch Abtrag beheben.
Matte Stellen mit scharfem Rand
Fast immer Säureätzung, etwa durch Zitrone, Essig oder Kalkreiniger. Der Glanz ist weggeätzt, nicht verschmutzt.
Kratzernester in Laufzonen
Feiner Sand wirkt wie Schleifpapier. Millionen winziger Kratzer ergeben den stumpfen Gesamteindruck.
Überzähne an Fliesenkanten
Höhenversatz zwischen Platten. Er lässt sich planschleifen — das ist der Unterschied zwischen ordentlich und perfekt.
Ausgetretene Stufen
Bei Treppen oft über Jahrzehnte entstanden. Meist erstaunlich gut wiederherstellbar, ohne Austausch.
Wie eine Sanierung abläuft
Begutachtung
Material, Härte, Schadensbild und gewünschter Glanzgrad bestimmen die Körnungsfolge. Eine Musterfläche zeigt das Ergebnis vorab.
Grobschliff
Nimmt Kratzer, Ätzungen und Höhenversatz. Der Schritt, der die eigentliche Substanz wiederherstellt.
Feinschliff
Mehrere Körnungen nacheinander. Jede entfernt die Spuren der vorherigen — Abkürzungen sieht man später im Streiflicht.
Politur und Schutz
Je nach Wunsch matt, seidig oder hochglänzend, anschließend Imprägnierung für die Haltbarkeit.
Sanieren ist in aller Regel deutlich günstiger als Ersetzen — und bei historischen Böden oft die einzige Möglichkeit, den ursprünglichen Charakter zu erhalten. Neu verlegen heißt immer: Der alte Boden ist unwiederbringlich weg.
Häufige Fragen zur Sanierung
Wird beim Schleifen viel Material abgetragen?
Nein. Für die üblichen Gebrauchsspuren genügen Zehntelmillimeter. Naturstein und Terrazzo haben Reserven für mehrere Sanierungen über Jahrzehnte.
Staubt das sehr?
Wir arbeiten mit Absaugung, meist auch nass. In bewohnten Räumen ist das gut beherrschbar — anders als beim klassischen Trockenschliff.
Lassen sich einzelne Stellen ausbessern?
Bei Reparaturen an Kanten und Ausbrüchen ja. Bei Glanz und Struktur nicht: Eine geschliffene Teilfläche unterscheidet sich sichtbar vom Rest, deshalb wird flächig gearbeitet.
Welche Materialien sanieren Sie?
Marmor, Granit, Kalkstein, Travertin, Schiefer, Sandstein, Terrazzo, Betonwerkstein und Cotto. Die Übersicht steht unter Materialien & Wissen.