Vakuum-Strahlverfahren: Fassaden reinigen ohne Wasser, Chemie und Hochdruck

Schonende Fassadenreinigung

Vakuum-Strahlverfahren

Fassaden und Naturstein reinigen — ohne Wasser, ohne Chemie, ohne Hochdruck. Das Granulat läuft in einem geschlossenen Kreislauf, deshalb entsteht weder Staub noch Sondermüll. Wir arbeiten damit deutschlandweit, auch im laufenden Betrieb und an denkmalgeschützter Bausubstanz.

Wie das Verfahren arbeitet

Beim klassischen Sandstrahlen presst Überdruck das Strahlmittel gegen die Oberfläche. Das Vakuum-Strahlverfahren dreht dieses Prinzip um: In der Strahlhaube entsteht ein Unterdruck, der das Granulat aus dem Vorratsbehälter ansaugt und in der Lanze auf hohe Geschwindigkeit bringt. Haube und Absaugung bilden dabei ein geschlossenes System — das Granulat wird aufgefangen, gefiltert und sofort wiederverwendet.

Aus diesem geschlossenen Kreislauf folgt der eigentliche Vorteil: Es fliegt nichts weg. Kein Staub in der Umgebung, kein verbrauchtes Strahlmittel zum Entsorgen, kein Spritzwasser an der Fassade. Deshalb lässt sich auch dort arbeiten, wo andere Verfahren ausscheiden — in bewohnten Häusern, in Ladenlokalen während der Öffnungszeiten, in Treppenhäusern und Innenräumen.

Weil kein Wasser im Spiel ist, spielt auch die Jahreszeit keine Rolle. Wasserbasierte Verfahren scheiden bei Frost aus, weil Feuchtigkeit in die Poren zieht und den Stein beim Gefrieren sprengt. Vakuumstrahlen funktioniert auch bei Minusgraden.

Die Verfahren im direkten Vergleich

Kriterium Vakuumstrahlen Sandstrahlen Trockeneis Hochdruck
Wasserverbrauch keiner keiner keiner sehr hoch
Chemie nötig nein nein nein häufig
Staubentwicklung keine sehr hoch gering gering
Lärm gering sehr hoch hoch hoch
Schutzkleidung nicht nötig Pflicht empfohlen empfohlen
Im laufenden Betrieb ja nein eingeschränkt eingeschränkt
Denkmalschutz sehr gut bedingt gut bedingt
Stromanschluss 230 V Hausstrom Starkstrom Starkstrom Starkstrom
Sondermüll keiner ja gering Abwasser

Wofür wir es einsetzen

Fassaden

Granit, Sandstein, Klinker und Beton. Organische Beläge wie Algen und Moos verschwinden ebenso wie Ruß und Verkrustungen.

Graffiti

Farbe lässt sich auch von empfindlichen Natursteinfassaden lösen, ohne die Oberfläche aufzurauen.

Fugen

Tiefliegende Fugen werden gründlicher sauber als mit Hochdruck — und ohne dass Wasser ins Mauerwerk gedrückt wird.

Denkmalpflege

Über die Wahl des Granulats lässt sich der Abtrag exakt steuern. Historische Substanz bleibt erhalten.

Brandschäden

Ruß bindet Schadstoffe. Der geschlossene Kreislauf hält sie zurück, statt sie im Gebäude zu verteilen.

Entlacken

Alte Beschichtungen, Farbschichten und Verkrustungen lassen sich flächig und kontrolliert abtragen.

Vom Angebot bis zur fertigen Fassade

Besichtigung

Wir sehen uns die Fläche an, bestimmen Steinart und Verschmutzung und halten vorhandene Schäden fest.

Testfläche

An einer kleinen Stelle zeigen wir das Ergebnis — kostenlos und bevor Sie sich entscheiden.

Vorbereitung

Abschnitte werden festgelegt. Weil weder Wasser noch Staub anfallen, bleibt der Aufwand gering.

Reinigung

Fläche für Fläche im geschlossenen Kreislauf, mit dem passenden Granulat.

Danach optional: eine Imprägnierung. Frisch gereinigter Stein ist offenporig und nimmt Schmutz besonders schnell wieder auf — der Schutz entscheidet darüber, wie lange das Ergebnis hält.

Welches Granulat wofür

Granulat Härte Geeignet für
Glasgranulat mittel Naturstein, Granit, Beton — der Allrounder
Asilit weich bis mittel denkmalgeschützte Fassaden, besonders substanzschonend
Nussschale weich Holz und empfindliche Oberflächen, biologisch abbaubar
Korund hart Metall und starke Verkrustungen
Kunststoff weich Lackentfernung, wenn der Untergrund geschont werden muss

Was es kostet

Leistung Preis je m² Wann
Leichte Verschmutzung 15–25 € Staub, leichte Ablagerungen
Mittlere Verschmutzung 25–35 € Algen, Moos, organische Beläge
Starke Verschmutzung 35–45 € Verkrustungen, Ruß, Farbreste
Graffiti 30–50 € je nach Untergrund und Eindringtiefe
Denkmalschutz 35–55 € Spezialgranulat samt Dokumentation
Imprägnierung 8–15 € optionaler Langzeitschutz
Testfläche kostenlos vor Ort, vor der Entscheidung

Ein Rechenbeispiel. Eine Granitfassade mit 80 m² kostet bei mittlerer Verschmutzung rund 2.400 €, mit Imprägnierung etwa 3.360 €. Dieselbe Fassade komplett zu erneuern — Gerüst, Abriss, neue Verkleidung, Entsorgung — liegt bei 20.000 bis 35.000 €. Reinigen ist in den allermeisten Fällen die deutlich günstigere Antwort.

Steuerlich absetzbar. Fassadenreinigung durch einen Fachbetrieb gilt als haushaltsnahe Handwerkerleistung nach §35a EStG. 20 % der Arbeitskosten lassen sich direkt von der Einkommensteuer abziehen, maximal 1.200 € im Jahr. Bei 2.400 € Arbeitskosten sind das 480 €. Voraussetzung ist eine Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten und die Zahlung per Überweisung.

Fehler, die teuer werden

Hochdruck auf porösem Stein

Sandstein und Kalkstein nehmen das Wasser auf. Im Winter gefriert es in den Poren und sprengt den Stein von innen.

Zu hartes Granulat

Auf weichem Stein hinterlässt es Spuren, die sich nicht mehr entfernen lassen. Deshalb immer erst die Testfläche.

Keine Imprägnierung

Die gereinigte Oberfläche ist offen wie ein Schwamm. Ohne Schutz sieht sie nach einem Jahr aus wie vorher.

Säure auf Kalkgestein

Kalkstein, Marmor und Travertin reagieren mit Säure. Was als Reiniger gedacht war, ätzt matte Flecken.

Ohne Testfläche starten

Was auf einem Quadratmeter gut aussieht, ist überschaubar. Was auf der ganzen Fassade misslingt, ist ein Schaden.

Eigenversuche mit Leihgerät

Baumarkt-Strahlgeräte arbeiten mit Überdruck. An historischer Substanz ist das selten reparabel.

Häufige Fragen

Worin unterscheidet es sich vom Sandstrahlen?

Im Druckprinzip. Sandstrahlen presst das Strahlmittel mit Überdruck heraus, beim Vakuumverfahren zieht Unterdruck es an und die Haube fängt alles wieder auf. Praktisch heißt das: kein Staub, kein Sondermüll, keine Schutzkleidung, und es reicht normaler Hausstrom.

Für welche Oberflächen eignet es sich?

Für nahezu alle mineralischen Untergründe — Granit, Sandstein, Kalkstein, Klinker, Beton, Terrazzo. Über die Granulatwahl stellen wir die Härte auf den jeweiligen Stein ein. Selbst Holz lässt sich mit Nussschalengranulat bearbeiten.

Können wir während der Arbeiten geöffnet bleiben?

Ja. Genau dafür ist das Verfahren gemacht. Da kein Staub austritt und kein Spritzwasser anfällt, können Geschäfte, Praxen und Hausflure normal weitergenutzt werden.

Wie laut ist das?

Deutlich leiser als Sandstrahlen oder Hochdruck. In Wohngebieten und Innenräumen ist das oft das ausschlaggebende Argument.

Geht das auch im Winter?

Ja. Weil ohne Wasser gearbeitet wird, entstehen keine Frostschäden. Auch bei Minusgraden lässt sich strahlen — anders als bei allen wasserbasierten Verfahren.

Was kostet die Reinigung?

Je nach Verschmutzungsgrad zwischen 15 und 45 € pro Quadratmeter, bei Denkmalschutz bis 55 €. Verbindlich wird es nach der Besichtigung — die Testfläche ist kostenlos.

Lassen sich Brandschäden so reinigen?

Ja, und es ist hier besonders sinnvoll: Ruß bindet Schadstoffe, die bei offenen Verfahren im Gebäude verteilt würden. Der geschlossene Kreislauf hält sie zurück.

Brauchen Sie Starkstrom?

Nein, 230 V Hausstrom genügt. Das erspart in der Praxis oft einen eigenen Baustromanschluss.

Kostenlose Testfläche an Ihrer Fassade

030 629 32 433

Wir sehen uns die Fläche an, legen eine Testfläche an und Sie entscheiden danach. Deutschlandweit im Einsatz.